Die Gastgeber befinden sich mitten im Abstiegskampf, während Paderborn den Anschluss an die Aufstiegsplätze nicht verlieren darf. Die Partie verspricht viel Spannung, vor allem weil beide Mannschaften regelmäßig für Tore sorgen – in beide Richtungen.
Formanalyse: Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig steckt erneut im Tabellenkeller fest. Nach 27 Spieltagen belegt die Mannschaft von Daniel Scherning den 16. Tabellenplatz und ist damit akut abstiegsgefährdet. Mit 24 Punkten steht man punktgleich mit dem Relegationskonkurrenten Osnabrück, hat aber eine schlechtere Tordifferenz. Die Eintracht wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg – zuletzt gab es eine knappe 0:1-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf.
Die größten Probleme liegen in der Defensive: 50 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. Besonders bei Standards und schnellen Umschaltmomenten offenbaren sich regelmäßig große Lücken. In der Offensive fehlt oft die letzte Durchschlagskraft. Rayan Philippe ist mit neun Treffern und vier Assists zwar gefährlich, erhält aber zu wenig Unterstützung. Levente Szabó und Sebastian Polter (je 1 Tor) konnten bisher nicht überzeugen. Etwas besser agierte Lino Tempelmann, der im zentralen Mittelfeld fünf Tore beisteuerte und mit seiner Dynamik das Spiel belebt.
In der Abwehr fehlte über weite Strecken Stabilität. Bičakčić bringt Erfahrung, doch sein Nebenmann Ehlers leistete sich mehrere Stellungsfehler. Im Tor wechselten sich Hoffmann und Johansson ab, keiner konnte sich dauerhaft als sicherer Rückhalt etablieren. Im Spielaufbau übernimmt Köhler die Organisation, während Kaufmann und Krauße die Zweikämpfe im Mittelfeld führen. Die Formkurve zeigt zuletzt leicht nach unten – ohne ein schnelles Erfolgserlebnis droht der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz.
Schlüsselspieler: Rayan Philippe ist aktuell der gefährlichste Offensivakteur. Tempelmann bringt Kreativität aus dem Mittelfeld. Köhler organisiert das Zentrum. Bičakčić gibt in der Defensive den Ton an.
Formanalyse: SC Paderborn
Paderborn steht mit 45 Punkten auf Platz vier. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok hat noch gute Chancen auf den Aufstieg, muss dafür aber konstant punkten. Die Form ist insgesamt ordentlich: Zwei Siege, zwei Remis und eine Niederlage aus den letzten fünf Spielen zeigen, dass die Ostwestfalen stabil sind, ohne zu glänzen.
Die große Stärke liegt in der Offensive. Filip Bilbija hat sich mit sieben Toren und sieben Assists als echter Leistungsträger etabliert. Adriano Grimaldi ist im Sturmzentrum mit sieben Treffern ein ständiger Gefahrenherd. Auch Ilyas Ansah (vier Tore, fünf Vorlagen) hat sich in den letzten Wochen in den Vordergrund gespielt. Raphael Obermair (fünf Tore, vier Assists) und Aaron Zehnter (neun Vorlagen) sind ebenfalls zentrale Elemente im Offensivspiel. Im Mittelfeld zieht Marvin Mehlem die Fäden.
Defensiv wirkt Paderborn insgesamt stabiler als noch in der Hinrunde. Mit 34 Gegentoren stellt man eine der besseren Defensivreihen der Liga. Felix Götze ist im Zentrum gesetzt, flankiert von Tjark Scheller und Brackelmann. Markus Schubert im Tor zeigt solide Leistungen, wenn auch nicht immer fehlerfrei.
Schlüsselspieler: Bilbija ist kreativ und torgefährlich. Grimaldi bringt Physis und Erfahrung. Zehnter überzeugt mit Tempo und Flanken. Götze sorgt für Stabilität, Mehlem lenkt das Mittelfeldspiel.
Head-to-Head Vergleich
In den letzten fünf Begegnungen zwischen diesen beiden Teams konnte Paderborn drei Spiele gewinnen, Braunschweig entschied eine Partie für sich, einmal endete das Spiel unentschieden. Das Hinspiel in dieser Saison gewann der SCP mit 3:1. Besonders auffällig: In vier dieser fünf Spiele fielen jeweils mindestens drei Tore – ein klares Indiz für torreiche Duelle.
Letzte 5 Spiele von Eintracht Braunschweig und SC Paderborn
Team |
Spiel 1 |
Spiel 2 | Spiel 3 | Spiel 4 |
Spiel 5 |
Eintracht Braunschweig |
U |
N | U | U |
N |
SC Paderborn |
N |
S | U | S |
U |
Taktische Analyse
Braunschweig setzt auf ein 4-2-3-1-System. Philippe spielt in der Sturmspitze, unterstützt von Szabó, Kaufmann und Tempelmann. Köhler und Krauße sollen im zentralen Mittelfeld für die nötige Balance sorgen. Die Viererkette verteidigt tief, Umschaltmomente über schnelle Außen werden forciert. In der Praxis fehlt jedoch oft das Tempo, um gegnerische Defensiven ernsthaft zu gefährden.
Paderborn agiert offensiv im 4-3-3. Grimaldi ist als Zielspieler gesetzt, flankiert von Bilbija und Michel. Dahinter sorgt das Mittelfeld um Mehlem, Obermair und Castañeda für kreative Impulse. Die Außenverteidiger Zehnter und Justvan schalten sich regelmäßig ins Angriffsspiel ein, wodurch viel Druck über die Flügel erzeugt wird. Gegen defensiv anfällige Gegner wie Braunschweig ergeben sich dadurch regelmäßig Torchancen.
Voraussichtliche Aufstellungen
- Eintracht Braunschweig (4-2-3-1): Johansson – Di Michele Sánchez, Bičakčić, Ehlers, Bell Bell – Krauße, Köhler – Szabó, Tempelmann, Kaufmann – Philippe
- SC Paderborn (4-3-3): Schubert – Justvan, Götze, Brackelmann, Zehnter – Mehlem, Obermair, Castañeda – Bilbija, Grimaldi, Michel
Wettoptionen und Quoten
1 |
X | 2 |
3,75 | 3,55 |
2,00 |
- Über 2,5 Tore (Quote: 1,88): Angesichts der Torfreude Paderborns und der anfälligen Braunschweiger Defensive ist eine torreiche Partie wahrscheinlich.
- Sieg SC Paderborn (Quote: 2,00): Die individuelle Klasse spricht für den SCP. Trotz Auswärtsspiel ist ein Dreier realistisch.
- Tor Bilbija (Quote: 2,40): Der Offensivakteur ist in starker Form und gegen schwache Verteidigungen besonders gefährlich.
Wett-Tipp & Prognose: Eintracht Braunschweig – SC Paderborn | 2.Bundesliga (04.04.2025)
Eintracht Braunschweig kämpft ums Überleben, doch die defensive Instabilität lässt wenig Hoffnung auf Zählbares. Paderborn ist offensiv sehr variabel und wird die Schwächen der Gastgeber gnadenlos ausnutzen. Beide Teams sind regelmäßig an Toren beteiligt, daher ist ein Spiel mit mindestens drei Treffern sehr wahrscheinlich.
- Unser Tipp: Über 2,5 Tore (Quote: 1,88)
- Ergebnisprognose: 1:3 für SC Paderborn