Beide Teams kämpfen aktuell mit Problemen und befinden sich im unteren Bereich der Tabelle, wobei insbesondere Kiel dringend Punkte braucht, um den drohenden Abstieg noch abzuwenden. Da beide Mannschaften große Defensivprobleme zeigen, erwarten wir ein torreiches Spiel, in dem beide Teams erfolgreich sind und insgesamt mindestens vier Treffer fallen.
Formanalyse: Holstein Kiel
Die Situation bei Holstein Kiel ist alarmierend. Nach 26 absolvierten Spielen liegen die Norddeutschen auf dem letzten Tabellenplatz mit lediglich 17 Punkten. Nur vier Siege, fünf Remis und ganze 17 Niederlagen verdeutlichen die dramatische Lage. Besonders die Defensive der Kieler sorgt für große Sorgenfalten bei Trainer Marcel Rapp, denn bereits 64 Gegentreffer sind Liga-Höchstwert und offenbaren erhebliche Mängel.
Die letzten fünf Partien verliefen ebenfalls enttäuschend für die „Störche“: Nur ein einziger Sieg und ein Unentschieden stehen drei klaren Niederlagen gegenüber. Besonders vor heimischem Publikum gelingt es Holstein Kiel kaum, defensiv stabil zu agieren, wodurch Gegner regelmäßig viele Torchancen erhalten.
In der Offensive liegt die größte Verantwortung bei Phil Harres (acht Tore), der in dieser Spielzeit noch am effektivsten auftritt. Ergänzt wird er von Shūto Machino (sieben Treffer, drei Vorlagen) und Steven Skrzybski, der mit sechs Toren ebenfalls regelmäßig Gefahr erzeugt. Allerdings fehlt es häufig an der nötigen Unterstützung durch die übrigen Offensivspieler wie Benedikt Pichler oder Jann-Fiete Arp, die mit jeweils nur einem bzw. zwei Treffern kaum effektiv auftreten.
Im Mittelfeld agieren Marvin Schulz und Nicolai Remberg solide, jedoch fehlt es an Kreativität und offensiver Durchschlagskraft. Armin Gigović liefert mit vier Toren immerhin etwas offensive Unterstützung, doch reicht das oft nicht aus, um entscheidende Akzente zu setzen.
Defensiv hat Kiel massive Schwierigkeiten. Timo Becker und Marco Komenda sind Stammkräfte, wirken jedoch häufig überfordert. David Zec und Lasse Rosenboom ergänzen die Abwehr, können aber auch keine ausreichende Stabilität bieten. Im Tor steht Timon Weiner, der trotz teilweise guter Leistungen oft viele Gegentreffer kassieren muss.
Schlüsselspieler: Harres bleibt offensiv entscheidend. Machino und Skrzybski unterstützen ihn vorne, während Gigović im Mittelfeld Akzente setzt. Defensiv sind Becker und Komenda gefordert, Weiner steht ständig unter Beschuss.
Formanalyse: SV Werder Bremen
Werder Bremen spielt eine durchschnittliche Saison und befindet sich mit 33 Punkten aus 26 Spielen auf dem zwölften Tabellenplatz. Die Bremer konnten bisher neun Spiele gewinnen, verloren aber auch bereits elf Partien. Mit einem Torverhältnis von 40:53 ist klar erkennbar, dass die Mannschaft von Trainer Ole Werner offensiv oft gut agiert, defensiv aber sehr anfällig ist.
Die aktuelle Form der Bremer ist jedoch besorgniserregend: Drei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen zeigen deutliche Schwächen, besonders auswärts wirkt das Team oft defensiv instabil und anfällig.
Im Angriff vertraut Werder auf Marvin Ducksch, der mit sechs Toren und sieben Vorlagen der effektivste Angreifer ist. Unterstützt wird er von Marco Grüll (fünf Tore), Justin Njinmah (drei Tore) und Oliver Burke (zwei Tore). Dennoch gelingt es den Bremern oft nicht, ihre offensiven Möglichkeiten konsequent zu nutzen.
Das Mittelfeld wird maßgeblich von Jens Stage geprägt, der mit sieben Toren und fünf Vorlagen der herausragende Spieler ist. Mitchell Weiser (vier Tore, sechs Vorlagen) und Romano Schmid (drei Tore, vier Vorlagen) sorgen zusätzlich für Gefahr. Leonardo Bittencourt bringt Erfahrung, erzielt aber selten entscheidende Aktionen.
Die Defensive bereitet die größten Sorgen. Marco Friedl, Niklas Stark und Miloš Veljković wirken häufig unkonzentriert und offenbaren immer wieder Lücken. Anthony Jung und Derrick Köhn versuchen zwar, defensiv zu stabilisieren, zeigen aber ebenfalls regelmäßig Schwächen. Im Tor steht Michael Zetterer, der zwar regelmäßig gut hält, aufgrund der defensiven Probleme jedoch oft machtlos wirkt.
Schlüsselspieler: Ducksch und Grüll sind offensiv entscheidend, Stage und Weiser überzeugen im Mittelfeld. Defensiv müssen Friedl und Stark dringend stabiler agieren, während Zetterer im Tor oft gefordert ist.
Head-to-Head Vergleich
Holstein Kiel und Werder Bremen liefern sich häufig offensiv geführte Spiele. Defensiv zeigen beide Teams große Schwächen, weshalb die letzten Duelle meist torreich ausfielen. Bremen konnte in vergangenen Duellen jedoch öfter punkten.
Letzte 5 Spiele von Holstein und Werder
Team |
Spiel 1 |
Spiel 2 | Spiel 3 | Spiel 4 |
Spiel 5 |
Holstein Kiel |
N |
U | S | N |
N |
Werder Bremen |
N |
S | N | N |
N |
Taktische Analyse
Holstein Kiel setzt meist auf ein offensives 4-3-3, das jedoch defensiv große Lücken offenbart. Vor allem in Umschaltsituationen bietet Kiel dem Gegner oft viel Raum.
Werder Bremen spielt ebenfalls offensiv orientiert, meist im 4-2-3-1. Defensiv wirken die Bremer allerdings oft überfordert, während offensiv durchaus Potenzial vorhanden ist.
Voraussichtliche Aufstellungen
- Holstein Kiel (4-3-3): Weiner – Rosenboom, Becker, Komenda, Zec – Gigović, Remberg, Schulz – Skrzybski, Harres, Machino
- Werder Bremen (4-2-3-1): Zetterer – Agu, Friedl, Stark, Jung – Lynen, Stage – Weiser, Schmid, Grüll – Ducksch
Wettoptionen und Quoten
1 |
X | 2 |
3,10 | 3,66 |
2,11 |
- Beide Teams treffen & über 3,5 Tore (Quote: 2,70): Beide Defensiven sind anfällig, viele Tore wahrscheinlich.
- Werder Bremen trifft zuerst (Quote: 1,85): Bremen offensiv effektiver, frühes Tor wahrscheinlich.
- Jens Stage trifft im Spiel (Quote: 3,40): Stage ist Bremens torgefährlichster Mittelfeldspieler und oft erfolgreich.
Wett-Tipp & Prognose: Holstein Kiel – SV Werder Bremen | Bundesliga (29.03.2025)
Beide Mannschaften haben deutliche defensive Schwächen und sind offensiv risikobereit. Daher erwarten wir ein torreiches Spiel mit Treffern auf beiden Seiten.
- Unser Tipp: Beide Teams treffen & über 3,5 Tore im Spiel (Quote: 2,70)
- Ergebnisprognose: 2:3 Sieg für Werder Bremen